Ferienvermietung mit oder ohne Kaution?

Ferienwvermietung mit oder ohne Kaution

Mietsicherheit und Kaution, Deine Entscheidung!

Bei dem Thema Kaution scheiden sich die Geister.

Die einen kauen ewig drauf rum, nehmen dann doch keine und ärgern sich bei jedem Schaden. Und überlegen neu!
Die anderen nehmen zwar Kaution, trauen sich im E-Fall aber nix einzubehalten. Oder setzen gleich „nur“ auf die abschreckende Wirkung.
Und die dritten nehmen Kaution und behalten sie bei Schäden auch entsprechend ein.

Gibt es hier ein richtig oder falsch?
Am Anfang steht hier die Überlegung: Soll ich oder soll ich nicht? Was sind die Vorteile? Gibt es Nachteile? Gibt es rechtliche Punkte zu berücksichtigen? Greift etwa sogar die DSGVO?

Jeder überlegt irgendwann, so auch ich, damals noch ohne DSGVO … So lange ohne, bis es mir zu viel war … und habe erst dann festgestellt, ist alles gar nicht soooo schlimm und arbeitsintensiv.Im Gegenteil, aber der Reihe nach:

Punkt 1: Die Höhe!
Für mich habe ich durchaus moderate 50 EUR angesetzt! Hier ist natürlich die Frage, wie groß und hochwertig die Einrichtung bei Dir ist. Weniger als 50 EUR macht in meinen Augen keinen Sinn, ist also für mich der unterste Betrag.

Punkt 2: Die Information über die Kautionserhebung bereits im Angebot!
Transparenz und fairer Umgang gehören bei mir von Hause aus zum Umgang mit Gästen und Kunden dazu. Dafür bräuchte ich für mich selbst keine Regelung durch den Gesetzgeber. Denn natürlich müssen in einem Angebot sämtliche Kosten die im Zusammenhang damit stehen aufgeführt sein.

Punkt 3: Separate Ausweisung  im Mietvertrag!
Auch in den Mietvertrag gehören für mich eindeutige Inhalte. Die Kaution ist Bestandteil des Mietvertrages, also wird sie separat ausgewiesen.

Punkt 4: Prozedere der Verrechnung festlegen!
Sicherlich der Punkt, der den größten Teil der Überlegungen einnimmt bzw. für mich eingenommen hat. Deswegen schon heute meine Empfehlung an Dich:  Um von der Kaution zu profitieren und sie nicht zu einem Zeitärgernis für Dich werden zu lassen, stell gleich zu Beginn Regeln für Dich selbst auf. Warum? Damit Du nicht bei jedem „Kautionsfall“ neu überlegst und bewertest! Du meinst, dass kann doch nicht so ins Gewicht fallen. Nun, meine Erfahrungen sind andere. Ein Kostenkatalog, einmal aufgestellt, spart wirklich Unmengen von Zeit.

Anstelle jedes Mal rauszusuchen, was Glas oder Teller mal gekostet haben oder z.Bsp. der Ersatz des kompletten Bettzeugs (eigene leidvolle Erfahrungen!), schaue ich heute in meinen Kostenkatalog und bin fertig.

Punkt 5: Erstattung
Dieser Punkt hat mir in der Vorbereitung die meisten Bauchschmerzen bereitet. Ehrlich gesagt, hat mich sogar genau dieser Punkt über Jahre von der Erhebung einer Kaution abgehalten. Von unseren Gästen wollte ich keine Bankdaten abspeichern. Dass in meinen Augen dafür notwendige, umständliche und zeitaufwendige Prozedere von anderen großen Anbietern hat mich regelrecht abgeschreckt.  Ich wollte einfach nicht z.Bsp. jeden Gast nach seiner Abreise anschreiben und um die Mitteilung der Bankdaten für die Erstattung bitten. Für mich ein NoGo! Ich bin ein Freund von einfachen Prozessen. Und habe letztlich auch für diesen Punkt ein einfaches Handling gefunden, ohne dass ich die Bankdaten der Gäste abspeichern müsste. Neugierig geworden? Fein 🙂

Wie immer ist es natürlich kein Hexenwerk. In diesem Fall hat nun meine/Deine Bank alle benötigten Gast Daten. Sprich, die Überweisung (bei mir ist Überweisung das Mittel der Wahl) des Gastes ist auf dem Konto gebucht. Und genau diese Überweisung „nehme“ ich und erstelle daraus eine neue Überweisung.  Der Betreff und die Summe werden geändert also angepasst und die Überweisung (Erstattung der Kaution) wird abgesendet. Bei mir läuft das in dieser Form in meinem Bankprogramm und ähnlich auch im Webbanking. Schau doch gleich am besten mal, ob auch Deine Banksoftware oder Dein Webbanking diese einfache Möglichkeit bietet! Für mich ist diese Lösung einfach und genial.

Punkt 6: Kautions-Rechnung oder Verrechnung.
Wie KautionsRechnung, fragst Du Dich jetzt bestimmt? Nun ja, wenn von der Kaution etwas einbehalten wird, dann muss der Gast auch entsprechend informiert werden. Was, warum und wie viel. – diese Information bekommt der Gast von mir per Email.

Punkt 7: Ergänzung der AGB!
Nicht vergessen!

Die Nachteile …
– Es ist Mehrarbeit … die aber in meinen Augen an anderer Stelle eingespart wird.
– Kaution / Kautionshöhe als Buchungsnachteil.
– Kein beiderseitiges Einvernehmen beim Einbehalt / damit muss man leider rechnen.
– Bei einigen Buchungsportalen wird die Kaution im Vermietungspreis ausgewiesen oder gar nicht erwähnt

Handling
– Bar, bei An- und Abreise (Nachteil verdeckte Mängel)
– ÜW, Nachteil Vermietungspreis, Vorteil einfacher Nachweis

Das Thema Kaution bedarf also vor der Erhebung einiger Überlegungen und Vorbereitungen. Aber lass Dich jetzt davon nicht abschrecken. Ein Teil davon ist wirklich schnell umgesetzt und mein Fazit dazu ist klar und deutlich:

Es lohnt sich! Die Wohnungen werden „ordentlicher“ hinterlassen! Das fremde Eigentum sorgsamer behandelt!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du möchtest immer auf dem neuesten Stand bleiben?

Dann melde Dich gleich an. Du bekommst auch nur Nachrichten von mir, wenn es Neuigkeiten und wertvolle Tipps rund um die Werbung und Ferienwohnungsvermietung gibt.

Du kannst den jederzeit über einen Link in der Mail wieder abmelden.