Mein Weg in die FerienwohnungsVermietung

Ja, was soll ich sagen – meine besten Entscheidungen habe ich aus dem Bauch heraus getroffen, intuitiv,
so könnte es aussehen. Typisch Frau, oder? Das wäre aber nun wirklich zu einfach geschlussfolgert.

Über eine Bauchentscheidung und glückliche Fügungen bin ich in meinem ersten Berufsleben in der Hotellerie gelandet. Dieser Berufseinstieg hat mir eine völlig neue Welt offenbart, die mir -wohl zum Erstaunen meiner gesamten Familie- richtig gut gefallen hat. Zugegebenermaßen ist mir der Anfang sehr schwer gefallen. Unvergessen der Augenblick meines ersten direkten Gastkontaktes. Ich habe so leise gesprochen, dass ich nicht einmal erhört wurde. Sicherlich stand ich knallrot im Raum, beobachtet von den strengen Augen meiner Lehrmeister. Natürlich weiß ich nicht, wie ich zu diesem Zeitpunkt auf andere gewirkt habe und was meine Vorgesetzten von mir dachten. Aber an das ungute Gefühl, jemand fremdes mit meinem Angebot ansprechen zu müssen, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Fast zu gut 😉 Allein diese Aktion war ein Riesenschritt weit über meine „neu Deutsch“ Wohlfühlgrenze hinaus.
Trotz vieler Anlaufschwierigkeiten habe ich es tatsächlich mit Übung und Unterstützung geschafft, mich nicht nur in der Hotelerie zu behaupten sondern mich darin wohl zu fühlen.

Bis heute kann ich mit dieser Erinnerung sehr gut nachvollziehen, wie schwer es sein kann, aktiv auf fremde Menschen mit einem Angebot zuzugehen. Selbst wenn sie schon sehr nachdrücklich ihr Interesse an meinem Angebot oder das Angebot das ich verkörpere, angemeldet haben.

Mit meiner ersten Berufswahl hatte ich tatsächlich das große Glück, für mich einen Traumjob zu finden. Ohne das ich dies vorab wusste oder geplant hatte. Es hat sich eine Chance ergeben, die ich schlicht im richtigen Moment genutzt habe. An der ich dran geblieben bin, bis ich bewusst entscheiden konnte: gefällt mir das oder gefällt es mir nicht! Mit Bauchentscheidung und glückliche Fügungen hatte das dann schon lange nichts mehr zu tun!

Diese „Strategie“ habe ich beibehalten, in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel habe ich mir vor vielen Jahren einmal bewusst eine Woche lang Zeit für das Skifahren genommen, um unvoreingenommen zu schauen – gefällt mir dieser Sport oder nicht. Und es hat mir gefallen – und ja gefallen bin ich auch reichlich, schönes Wortspiel.

Ehrlich gesagt, ich bin nicht supersportlich und meine Konditionen ist eher mau – aber diese Hindernisse haben meiner Freude am Skifahren keinen Abbruch getan. Als Flachlandtiroler kann ich mittlerweile leidlich fahren und trotzdem sind nach der Sommerpause die ersten Meter für mich auf den Brettern jedesmal (!) die pure Katastrophe. Aber ich liebe es, in einer schönen Winterlandschaft unterwegs zu sein. Herrliche Bergmassive, die Natur, die Luft, der Erholungseffekt – ich komme schon bei der Erinnerung wieder regelrecht ins Schwärmen. Mit diesem Gefühl vor Augen, kämpfe ich mich jedesmal durch die ersten Stunden – weil ich weiß, dass es sich für mich richtig lohnt.

Durch die Wirren des Lebens bin ich einige Jahre vor meinen ersten bewussten Skiübungen in meiner jetzigen Heimat gelandet – der wunderschönen Insel Rügen. Dieser Ortswechsel war dem Umstand geschuldet, dass ich meinem Traumjob in der Hotellerie auf Grund der dafür notwendigen körperlichen Anstrengungen nicht alt werden wollte. Umorientierung und Flexibilität waren gefragt!

Reine Bürojobs sind nicht meine Erfüllung, das war für mich sehr schnell eine ernüchternde Erkenntnis. Umso dankbarer war und bin ich bis heute, dass mein erster Job sich als Traumjob für mich entpuppt hatte. Nun galt es also für mich eine Alternative zu finden, die mich zumindest ähnlich glücklich machen würde.

Auf meiner Suche nach neuen Zielen bin ich schließlich  in der Werbebranche gelandet. Hier hat es mir vom ersten Tag an gefallen. Die Abwechslung und täglichen Hausforderungen sind ganz mein Geschmack. Sicherlich half mir der erlernte Umgang mit Menschen über so manche Anfangsschwierigkeit hinweg! Denn auch in dieser Branche kommt man ohne spezifisches Wissen nicht über Hilfsarbeiten hinaus. Also war für mich Lernen angesagt und dranbleiben! Und auch hier bin ich am Ball geblieben bzw. mache es immer wieder aufs Neue. Langweilig ist anders …

Auf einer Urlaubsinsel zu leben und in einer Werbefirma zu arbeiten heißt auch, dass ich wieder mit Gastronomen und Hoteliers zu tun hatte. Ein Träumchen für mich, so schließt sich manchmal der Kreis. Neu waren quasi in der Neuzeit die kleinen und großen Ferienwohnungs- und Ferienhausvermieter, für die wir auch Webseiten erstellen, Flyer und Außenwerbung gestalten und umsetzen durften und hoffentlich noch lange dürfen.

Meldepflicht für Gäste, was musst Du tun?

Mit der Zeit habe ich mir Vermietungskonzepte überlegt, die ich am liebsten ausprobieren wollte – aber einen Kunden als Versuchskaninchen nutzen? Das ging ja nun wirklich nicht! So entstand der Wunsch nach einer eigenen Vermietung! Mit meinem Backround aus Hotellerie und Werbung konnte der Schritt in die eigene Ferienwohnungsvermietung nur erfolgreich sein! So meine Denke.

Natürlich ist mir mit meinem Hintergrundwissen der Anfang mit meinen Ferienwohnungen leichter gefallen, als wenn sich jemand (Du?) komplett ohne Vorwissen in dieses Abenteuer stürzt. Aber trotzdem – es war rückblickend gesehen erstaunlich schwer, in wirklich sicheres Fahrwasser zu kommen. So habe auch ich, trotz dem Wissen aus Hotellerie, Werbung und meiner Selbstständigkeit, in den Anfangsjahren (!)  viel Geld liegen lassen und noch mehr Lehrgeld gezahlt. Dabei hatte ich sogar genug Kontakte ringsum zum Fragen, wie machst du dies, wie macht ihr jenes.

Leider hatte ich in den Gesprächen rund um die Ferienwohnungsvermietung gerade am Anfang naturgemäß nicht viel Bereicherndes für meine Gesprächspartner beizutragen, die dann auch schnell die Lust auf lange Unterhaltungen verloren. Verständlicherweise! Sehr hinderlich war auch das Konkurrenzdenken anderer Vermieter. Sie hatten Angst, dass ich ihnen mit ihren Tipps auch gleich noch ihre Gäste wegschnappen könnte.  So bewährte sich dieser Weg der „schnellen Weiterbildung“ eher nicht.

Zurückblickend muss ich feststellen, dass mich zu viele unstrukturierte  Informationen wohl auch überfordert haben. Noch heute bin ich meiner Freundin Trixi für ihre Geduld mit mir bei dem großen Vermietungsthema dankbar. Um die Freundschaft nicht zu strapazieren, habe ich zeitweise sogar extra nur zwei (!) Vermietungsfragen je Unterhaltung gestellt – und dabei hatte ich so viele Fragen 😉

Wie bei anderen Themen in meinem Leben bin ich auch bei der Vermietung ehrgeizig „dran“ geblieben. Und weiß bis heute zu schätzen, dass ich durch meine Werbefirma nicht nur Kontakt zu Vermietern bekomme, sondern dass ich zusätzlich direkte Einblicke in ihr Business und ihre Wohnungen bzw. Häuser bekomme. Auf diesem Weg lerne ich immer wieder Neues und kann dem wachsenden Wissensschatz direkt  für das eigene Business und das meiner Kunden nutzen.

Mittlerweile bin ich in Sachen Kurzzeitvermietung ein gefragter Gesprächspartner geworden und erlebe mit anderen Vermietern, die mich um Rat & Hilfe für ihr Vermietungsbusiness bitten, wie groß der Informationsbedarf ist. Leider lässt sich die Materie nicht in einer halben Stunde vermitteln! Es ist eben doch bei genauem Hinsehen ein vielschichtiges Business! Das auch ich mir erarbeiten musste, mit Bauchgefühl allein wäre ich hier nicht sehr weit gekommen.

Ich weiß:
Nicht jeder hat eine Freundin, die das entsprechende Hintergrundwissen besitzt und auch noch gern teilt.
Nicht jeder hat die Zeit, sich über mehrere Vermietungssaisons das Wissen für eine entspannte erfolgreiche Vermietung zu erarbeiten.

Aus diesem Gründen habe ich mich entschlossen, mit „FerienwohnungsVermietung Gewusst-wie!“
anderen Vermietern strukturiert und zielorientiert zu helfen.